Found in Space – Shyster Targeted

Es ist schwer vorstellbar, mit welcher Unerbittlichkeit sich der penetrante Winkelschreiber Martin Bugelmüller, aus Steyr in Oberösterreich, selbst zerstört.
Alle Leute, die ihn nicht gleich als den größten Juristen Österreichs anhimmeln, werden von ihm per Internet auf das gemeinste beleidigt, als geistig behindert, als besachwaltert hingestellt. Bugelmüller zögert nicht, verfälschte Beschlüsse zu publizieren; zögert nicht, selbst den Ruf eines schon lange verstorbenen Rechtsanwalts in den Schmutz zu ziehen. Wichtig ist ihm der Eindruck, er ist der Beste, alle anderen minderwertig.
Sich mit Rechtsanwälten anzulegen, ist nicht immer bekömmlich. Die Rechtsanwaltskammer Oberösterreich warnte Martin Bugelmüller – vergeblich. Sie ließ ihm und seinem Verein die Winkelschreiberei rechtskräftig untersagen (Landesgericht Steyr, 4Cg100/04w) – Bugelmüller bestreitet die Existenz des Urteils. Die Rechtsanwaltskammer brachte eine neue Klage gegen ihn ein, die sich gewaschen hat (Landesgericht Steyr, 4Cg195/10z) – Bugelmüller reagierte mit wilden Beschimpfungen der Anwaltskammer und deren Rechtsvertretung. Die interessante Klagsschrift, die penibel die Winkelschreiberei Bugelmüllers und seines Vereins auflistet, wird hier als Anhang herausgebracht.
Die Tricks des Martin Bugelmüller werden immer durchschaubarer. Offiziell ist er beim Arbeitsmarktservice gemeldet. Kein Wunder, da er seit Jahren unwillig ist, einer normalen Arbeit nachzugehen, sich Geld auf legale Weise zu verdienen. Mittlerweile hat es sich aber schon herum gesprochen: Bugelmüller bietet sich in etlichen Inseraten als Rechtsvertretung an, verlangt Gebühren, die teilweise weit über den Anwaltstarifen liegen. Wenn eine solche Vertretung anfällt, meldet er sich kurz beim AMS ab, kassiert kräftig, und spielt dann wieder den mittellosen Arbeitssuchenden.
Sein Verein »Juridicum Rechtschutzgruppe« (die deutsche Sprache ist nicht Bugelmüllers Stärke) besteht aus drei nichtzahlenden Mitgliedern – ihm, seiner aktuellen Freundin Jasmine F. und seiner Mutter Heide K. Beide gehen finsteren Zeiten entgegen, die Klage der Rechtsanwaltskammer betrifft auch sie. Hohe Kosten stehen ihnen da bevor. Martin Bugelmüller beging einen seiner vielen Fehler, indem er vor Gericht angab, nicht er, sondern der Verein würde die Winkelschreiberei betreiben.
Noch schafft es Bugelmüller, die Fassade aufrecht zu halten. Zahlungen laufen bequem über das Konto der Freundin, der PKW (Kennzeichen SR 238 CT) ist nicht auf ihn angemeldet, seine Telefonverträge laufen ebenfalls über einen anderen. Seine Winkelschreiber-Tarife werden als Vereins-Einnahmen verbucht. Daß er allein darüber verfügt, fällt ja nicht auf, meint er.
Obwohl schon wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs, betrügerischer Krida und diverser anderer Straftaten kräftig vorbestraft, und obwohl noch unter Bewährung, zögert Martin Bugelmüller nicht, weiter zu betrügen. Er verkauft um hohe Beträge Rechtsvertretungen, Rechtsberatungen, ohne jemals studiert zu haben, ohne mehr als minimale Rechtskenntnisse, ohne Verständnis für die Feinheiten und Zusammenhänge der Gesetze. Seine bevorzugte »Mandantschaft« sind einfache Leute, illegale Ausländer, Drogendealer. Menschen, die bis zum Erwachen meinen, Bugelmüller sei billiger als ein Anwalt. Die sich dann nicht trauen, zuzugeben, hineingelegt worden zu sein. Bugelmüller sorgt auch dafür, indem er seinen Klienten droht, wenn sich jemand über ihn beschwert oder auch nur gegen ihn aussagen will, ihn auffliegen zu lassen und mit Klagen zu verfolgen. Drohen, das kann Bugelmüller am besten.
Der Betrug geht ganz ungeniert weiter. Martin Bugelmüller behauptet, ein Buch mit Rechtsanleitungen und Schriftsatzmustern verkauft zu haben, in einer Auflage von 1500 Stück, um 81 Euro pro Stück. Ein wirklich stolzer Preis, verlangt von einem gelernten Handwerker, ohne Reifeprüfung. Bekannt ist, Bugelmüller kaufte Bücher an, verkaufte sie zu überhöhten Preisen weiter, kopierte sich Rechtstexte zusammen, die er als eigene Errungenschaft teuer verscherbelte. Klarer Betrug, keine Frage.
Nun hat Martin Bugelmüller eine saftige Klage vor sich, bei der er wenig Aussichten hat, ohne hohe Kosten herauszukommen. Allein die Urteilsveröffentlichungen werden eine Stange Geld ausmachen. Völlig unbekümmert startet Bugelmüller seinen nächsten Betrug. Bringt den Band »Schriftsatzmuster für den verwaltungsbehördlichen Schriftverkehr II« heraus, um fast geschenkte 39 Euro, mit dem Begleittext “Schriftsatzmuster für den verwaltungsbehördlichen Schriftverkehr in Österreich. Jeder kann sich nun gegen Bescheide zur Wehr setzen.” Klarer Betrug nicht weniger, denn das fällt unter arglistige Täuschung.
Über Amazon will Bugelmüller das Büchlein vertreiben, meint er. Amazon ist groß, ob die Firma aber so einfach bei gewerbsmäßigem Betrug mitspielt, wäre zu bezweifeln. Amazon ist als eher unsaubere Firma bekannt, führt kein Impressum, handelt mit verknüpften Daten. Ideales Umfeld für Bugelmüller. Books on Demand ist ein Billig-Verlag, der weder auf Qualität noch auf die rechtliche Zulässigkeit von Inhalten achtet. Sicher aber werden die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften ihr Auge auf Bugelmüllers betrügerische Sonderangebote werfen.
Eine Frage wird Möchtegern-Doktor Martin Bugelmüller sicher nie zu erklären haben: Ob er seine Dissertation abgeschrieben habe. Dafür hat er ein Diplom in der Tasche. Nämlich ein Winkelschreiber und Betrüger par excellence zu sein. Das Fadenkreuz der Rechtsanwaltskammer ist unverrückbar auf ihn gerichtet, am 23. März 2011 soll in Steyr die nächste Verhandlung steigen. Ob Anwalt Dr. Rogler ihn dann noch vertreten darf, ist fraglich, das Disziplinarverfahren gegen ihn läuft noch. Wir werden – wie Bugelmüller gern großzügig verkündet – weiter berichten.

RAK

 

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