Marx und Muslim-Bruderschaft

Wien, Austria — Welche Gemeinsamkeit kann es zwischen diesen beiden Begriffen geben? Sehr einfach zu erraten: Marxisten und Muslimbrüder – beide wollen die Weltherrschaft. Mit allen Mitteln, ohne Skrupel.
Wer sich zwischen 19. und 21. November 2010 von den einladenden Ständen des Christkindlmarkts am Spittelberg losreißen konnte, wurde im Amerlinghaus reichlich belohnt. Dort, im Wiener Schnittpunkt von Kommunismus und Antisemitismus, wurde der alljährliche “Marx is muss“-Kongreß abgehalten, der Mitgestalterinnen und Teilnehmerinnen gleichermaßen begeisterte. Gleiche Interessen bedeuten eben gleiche Geselligkeit.
Wen fanden wir dort, nicht unerwartet? Das kommunistische Sprachrohr der ehemaligen Islamischen Glaubens-gemeinschaft, Tarafa Baghajati. Er beherrscht es wie wenige andere, seine Überzeugungen Kommunismus und Islamismus zu vereinen, in seinem Netzwerk aus linksextremen und antijüdischen Gruppen zu spielen, nach außen einen Muslim vorzutäuschen.

Seine Aktivitäten waren bisher sehr nützlich. Zusammen mit Muslimbrüdern wie Anas Schakfeh, Omar al-Rawi, Mouddar Khouja, Kamel Mahmoud konnte er das Hologramm der bereits aufgelösten Islamischen Glaubensgemeinschaft aufrecht halten. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Islamischen Front Anas Schakfeh und dem Organisator der FIOE (der Europäischen Jugendorganisation der Muslim-Bruderschaft) Aiman Ali hatte Baghajati an einem Islamisten-Kogreß in Amman teilgenommen. Schakfeh als Präsident der Islamischen Front – ist damit das politische Aushängeschild der al-Qaida gemeint? Und der erhielt das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich? Gemeinsam mit Anas Schakfeh und dem Hamas-Financier Adel Doghman hatte Baghajati 2007 eine Konferenz von Funktionären der Muslim-Bruderschaft aus ganz Europa organisiert. Besonders belustigend war, daß die hartgesottenen Islamisten ausgerechnet im Gästehaus der Schulbrüder in Strebersdorf abgestiegen waren.
Die Gästeliste lag dem BVT vor. Nicht aber offenbar die Genehmigung, auch tätig zu werden. Das hätte vielleicht Österreichs Ruf als Paradies für Geheimdienste und Terroristen beschädigt.
Der Aufbau der radikal-islamistischen Jugend in Österreich funktionierte nicht weniger gut. Unter der Bezeichnung »Muslimische Jugend Österreichs« (MJÖ) gibt sich diese Gruppe treuherzig als Jugendorganisation der Islamischen Glaubensgemeinschaft aus. Durch massive Wahlmanipulation gelang es der MJÖ bei den letzten Wiener Wahlen, ihre Kandidatin Gülsüm Namaldi nach vorne zu pushen. Mit Wahlkarten-Tricks erhielt Namaldi 4793 Vorzugsstimmen.
Namaldi krisierte heftig einen Redakteur der Presse: “Woher nimmt sich ein Mann, der für ein bürgerlich-rechtsliberales Blatt schreibt, das Recht, mir konservative Vorstellungen zu unterstellen? Was für ein Paradoxon! Genau das ist der Kampf der Feministinnen, der de facto keine Anerkennung findet: Weg mit dem Diktat der Fremdbestimmung durch den autoritären Mann! Gerade meine Positionen sind sogar manchen meiner Parteikolleginnen zu links“, meinte Namaldi. Marx und Muslim-Bruderschaft also auch bei ihr treulich vereint.
Schon im September 2006 war unter dem Deckmantel der MJÖ ein Treffen zahlreicher Funktionäre der Muslim-Bruderschaft organisiert worden, an dem auch etliche, sagen wir, Terror-Verdächtige teilgenommen hatten. Schweigend hatten die Behörden das zur Kenntnis genommen. Der eigentliche Skandal aber war der Auftritt österreichischer Politiker gewesen, die mit ehrerbietigem Buckeln die Islamisten-Versammlung hofierten. Damit sicherlich etliche gesundheitsgefährdende Lachanfälle hervorgerufen hatten. Wenn etwa Jungpolitikerin Silvia Fuhrmann, als Frau, den Islamisten ihre “Unterstützung” anbot.
Die Unschulds-Werbekampagne der Islamisten hatte jedenfalls Erfolg. Sogar die Wiener Zeitung mußte in einem Artikel von Stefan Beig, am 1. März 2011, die MJÖ loben. Ihr damit, versteht sich, Zulauf und Subventionen verschaffend.
Nicht verwunderlich ist es also, daß gerade in Österreich die Aktivitäten der extremen Linken, der Muslimbrüder und der Antisemiten so sehr ineinander verwoben sind, die Nähe zum internationalen Terror so deutlich wird.

Wie wir schon hörten, will Tarafa Baghajati mit seinem kommunistischen Islamisten-Verein IMÖ nun auch der Islamischen Glaubensgemeinschaft neues Leben einhauchen. Gespannt harren alle auf eine Reaktion, irgend eine Reaktion, aus dem Traumland Kultusamt.

DOC=Aiman Ali, FIOE

DOC=Strebersdorf

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