Michelle auf Tour(en)

Michelle Obama stammt aus Chicago, Illinois, einer Metropole der USA. In ihrer Jugend war Michelle mit kommunistischen Studenten-Aktivitäten involviert, beteiligte sich auch an anti-weißen Kundgebungen (nur umgekehrt darf man es rassistisch nennen).
Die demokratische Partei der USA, die aus europäischer Betrachtung eine linkssozialistische Linie fährt, hat die populistische Forderung nach einer Verschärfung des Waffenrechts an ihre Fahnen geheftet. Eine Forderung mit interessanten Begleiterscheinungen.
So besuchte Michelle Obama ihre Heimatstadt Chicago auf einer Wahlkampftour, um für strengere Waffen-Kontrolle zu werben. Dafür Chicago auszuwählen, war rein populistisch. Chicago hat, zusammen mit Washington D.C., Los Angeles und New York City, die strengsten Waffenvorschriften. Chicago verlangte die Registrierung aller Schußwaffen, doch Registrierungen wurden nicht vorgenommen. Das bedeutete praktisch ein absolutes Waffenverbot.
Umgekehrt sind dieselben Städte – Chicago, Washington D.C., Los Angeles and New York City – jene mit der höchsten Rate an Gewaltverbrechen in den USA. Allein 2012 wurden in Chicago 500 Menschen bei Straftaten erschossen. Ein Hauptgrund dafür ist die Wehrlosigkeit der Bevölkerung.

Ausgerechnet in dieser Szenerie trat Michelle Obama mit ihrer populistischen und unüberlegten Wahlkampftour auf. Dabei beklagte Michelle Morde durch automatische Waffen, die schießen würden, solange man den Finger am Abzug habe. Das schon seit 1986 bestehende Verbot automatischer Waffen in den USA blieb ihr verborgen, weil es nicht ins politische Kalkül gepaßt hätte.
Kinder würden in der Straßenmitte gehen, sagte Michelle, weil auf den Gehsteigen Kugeln umherflögen. Verbrecher, die illegale Waffen benutzen, und Geschoße, die sich an die Straßenverkehrsordnung halten? Oder ferngesteuerte Projektile, die nur über Gehsteige fliegen dürfen? Wie „links“ kann man stehen, um solches zu glauben.
Ihrer publicity-süchtigen Art entsprechend verglich sich Michelle noch mit einem jungen Mädchen, das während eines Bandenüberfalls in einem Park in Chicago getötet worden war. Auch da übersah Michelle Obama ihre Leibwächter, die sie schon seit vielen Jahren umgeben. Und die eigenartigerweise Dienstwaffen tragen, darunter automatische Waffen, die schießen, solange man den Finger am Abzug hat.

Das Waffenrecht in den USA wird von europäischen Politikern und Medien öfters in Grund und Boden verdammt. Weil sich niemand die Mühe macht, in US-Gesetzesbücher zu schauen.
Was ist nun passiert?
Am 26. Juni 2008 wurde das totale Waffenverbot in Washington D.C. vom Obersten Gerichtshof für verfassungswidrig erklärt. In einigen Vorstädten von Chicago wurde daraufhin das Waffenverbot aufgehoben (mit bemerkenswerten Verbesserungen der Gewalt-Statistiken).
Am 28. Juni 2010 erklärte der Oberste Gerichtshof das totale Waffenverbot in Chicago und Oak Park für verfassungswidrig. Deshalb trat am 12. Juli 2010 eine neue Verwaltungsvorschrift in Kraft, die eingeschränkten Waffenbesitz nach Registrierung zuließ.
Am 11. Dezember 2012 stellte das zuständige Berufungsgericht in einem Beschwerdefall die Verfassungswidrigkeit des Verbotes des Staates Illinois fest, Waffen verdeckt zu tragen. Der Staat Illinois erhielt eine Frist von 180 Tagen, das Gesetz zu ändern. Der Anwalt des Staates Illinois versuchte, gegen die Entscheidung vorzugehen, das wurde am 22 Februar 2013 abgewiesen. Eine Gesetzesänderung ist für 9. Juni 2013 in Vorbereitung.
Das waren die Hintergründe, weshalb Michelle Obama nach Chicago fuhr, um dort für verfassungswidrige Gesetze einzutreten.

Die US-Demokraten verfügen aber noch über andere Waffenkenner der Sonderklasse. Die für ihre krassen Aussagen bekannte Abgeordnete Diana DeGette aus Colorado sprach sich öffentlich dafür aus, nur mehr Waffen-Magazine mit maximal 10 Patronen zuzulassen. Ihre Begründung war einfach.
Nachdem die alten Magazine mit größerer Kapazität ausgeschossen wären, meinte sie, könnten Waffenbesitzer nur mehr die neuen kleinen Magazine kaufen und hätten weniger Geschosse zur Verfügung, um auf Menschen zu schießen.
Das zu kommentieren, ist nicht mehr möglich.

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