Kriegsrat in Qatar

Das Emirat Qatar, im Osten der arabischen Halbinsel gelegen, gilt seit langem als logistisches Zentrum des internationalen Terrors. Geld aus Öl- und Gas-Einkünften fließt in großen Mengen extremistischen und terroristischen Gruppen zu, vor allem der mit Qatar eng verbundenen Muslimbruderschaft. Terroristen können in Qatar ungehindert ein und aus gehen.
In Qatar wurde der Sender al-Jazeera gegründet, die Stimme der al-Qaeda. In Qatar hat der Chefideologe der Muslimbruderschaft seinen Sitz, Yusuf al-Qaradawi, über dessen internationales Bankennetz die Hauptströme der Terror-Finanzierung laufen.
Das Logistik-Zentrum Qatar erreicht gerade in einer Zeit besondere Bedeutung, in der die radikal-islamistische Muslimbruderschaft offenen Krieg führt, wie in Libyen und zuletzt in Syrien. Aber auch die Finanzierungen aus Europa, wo die Islamisten eine starke politische Position erringen konnten, laufen oft über Qatar. Wegen der prekären Lage in Syrien, wo nach 50-jährigem Kampf noch immer nicht alles nach Wunsch verläuft, fand daher im April eine große Konferenz in Qatar statt, um die islamistische Revolution in Syrien wieder auf Schiene zu bringen.
Zigtausende Kämpfer aus allen möglichen islamischen Staaten wollen versorgt werden, neue Waffen müssen geliefert werden, die Propaganda-Maschinerie wirkungsvoller gestaltet werden. Der Treffpunkt Qatar bot sich an, da dort die Fäden der Organisationen von al-Qaradawi zusammenlaufen.

An der Koordinierungskonferenz nahmen selbstverständlich auch hochrangige österreichische Islamisten teil, schließlich ist Österreich, mit seiner Kopf im Sand-Politik, die ideale Drehscheibe für die europäische Terror-Finanzierung. Die Teilnehmer präsentierten sich stolz in Qatar.

delegation

Muslimbruder Tarafa Baghajati stammt aus Syrien, wo er wegen terroristischer Aktivitäten festgenommen worden war und flüchtete. Wegen seiner Fähigkeiten erhielt er ein Stipendium an der Ausbildungs-Akademie der Securitate in Timisoara. Seine erfolgreiche Tätigkeit als Sprachrohr der Muslimbruderschaft in Österreich und Koordinator des islamistischen und extremistischen Untergrundes verdankt Baghajati seiner guten subversiven Ausbildung durch den ehemaligen rumänischen Geheimdienst.
Muslimbruder Anas Schakfeh war nach der Niederschlagung des Aufstandes der Muslimbruderschaft Anfang der 60er Jahre nach Österreich geflüchtet. Hier hatte er fleißig am Aufbau des Netzwerkes und des lukrativen islamistischen Religionsunterrichts mitgeholfen, war schließlich 1990 von Muslimbrüder-Chef Morad zum Leiter des Vereins IGGÖ bestellt worden, dem er 20 Jahre lang vorstand. Schakfeh besitzt enge Beziehungen zu al-Qaradawi, führte dessen radikale Bücher in den Religionsunterricht ein, leitete für al-Qaradawi Imame-Konferenzen, organisierte Spenden der IGGÖ für die Hamas. Im Ausland trat Schakfeh auch als Präsident der Islamischen Front auf, der politischen Organisation der al-Qaeda.
Fuat Sanac, Hardliner der islamistischen türkischen Milli Görüs, übernahm nahtlos die Führung der erfundenen Islamischen Glaubensgemeinschaft und führte deren einträglichstes Geschäft fort, die Indoktrinierung muslimischer Schulkinder unter dem Deckmantel des Religionsunterrichts, und bezahlt von der öffentlichen Hand. Die Türkei war intensiv in den islamistischen Terror im Kaukasus und in Afghanistan verwickelt und setzt derzeit ihre aggressive Expansionspolitik fort, durch die Unterstützung der Muslimbrüder bei ihrem Aufstand in Syrien. Da durfte Sanac nicht fehlen, wegen der wichtigen Rolle der IGGÖ im europäischen Terrornetz.
Zekirija Sejdini ist durch seine Aufenthalte und Ausbildung in Ägypten und der Türkei ein wichtiges Bindeglied zwischen den Muslimbrüdern und der Milli Görüs in Österreich. Er spielt den Vorsitzenden des Schurarates der IGGÖ, soll der sufistischen Richtung nahestehen und ist quasi Chefideologe des islamistischen Religionsunterrichts. Man sagt auch ihm sehr gute Beziehungen zu al-Qaradawi nach. Seine Mitnahme zum „Kriegsrat“ war eine logische Folge.
Muslimbruder Omar al-Rawi braucht nicht vorgestellt zu werden. Der stramme SPÖ-Politiker und überzeugte Islamist spielt Klavier auf den Beziehungen der SPÖ zum Islamismus, zeigt sich gern mit Radikalen und ist Gründungsmitglied der Initiative Muslimischer Österreicherinnen, dem SPÖ-nahen Sprachrohr der Muslimbrüder in Österreich. Al-Rawi war in die Finanzierung der Gaza-Flotte verwickelt, mit der türkische Söldner nach Gaza gebracht werden sollten, und betreibt intensive politische Indoktrinierung in vielen Muslim-Vereinen.
Österreichische Behörden sahen der Teilnahme von islamistischen Kriegstreibern aus Österreich in Qatar taten- und teilnahmslos zu.

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