Welche Religion vertritt der Papst?

Ist die katholische Kirche noch christlich?

Es wird zunehmend schwierig, die römisch-katholische Kirche zu positionieren. Schwierig vor allem deshalb, da die katholische Kirche evangelikalen Kirchen nacheifert und sich immer haltloser von politischen Meinungen treiben läßt.
Viele Katholiken hatten sich von einem Kardinal Ratzinger einen modernen Papst erwartet. Sie wurden logischerweise enttäuscht, weil der konservative Kardinal auch als Papst weder andere als konservative Ansichten vertrat, noch vertreten hätte können.
Viele Katholiken wurden durch die Wahl eines Jesuiten als Nachfolger überrascht. Die Jesuiten waren sehr lange eine Außenseiter-Sekte in der katholischen Kirche, jederzeit für extreme Standpunkte, abweichende Meinungen und mehr oder weniger offen verfolgtes Machtstreben bekannt. In Papst Franziskus wollten diese Vielen deshalb nur einen „politisch korrekten“ Papst sehen, der die Kirche an politische Meinungen angleicht.
Franziskus erfüllte ihnen den Gefallen.
Der Papst empfing (wie allerdings auch Vorgänger von ihm) einen Terroristenchef. Franziskus setzte die Tradition des Vatikan fort, den bösen Judenstaat Israel abzulehnen. Franziskus setzte sich für Scheinflüchtlinge ein, die in Massen der besseren Versorgung halber in das gelobte Land Europa strömen. Franziskus setzte noch eins drauf, in seiner letzten Botschaft Evangelii Gaudium.
Kath.net und viele anderen Medien verschwiegen einen Hammer dieser Botschaft, den Absatz 252. Dort steht:

252.  In dieser Zeit gewinnt die Beziehung zu den Angehörigen des Islam große Bedeutung, die heute in vielen Ländern christlicher Tradition besonders gegenwärtig sind und dort ihren Kult frei ausüben und in die Gesellschaft integriert leben können. Nie darf vergessen werden, dass sie »sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird«. Die heiligen Schriften des Islam bewahren Teile der christlichen Lehre; Jesus Christus und Maria sind Gegenstand tiefer Verehrung, und es ist bewundernswert zu sehen, wie junge und alte Menschen, Frauen und Männer des Islams fähig sind, täglich dem Gebet Zeit zu widmen und an ihren religiösen Riten treu teilzunehmen. Zugleich sind viele von ihnen tief davon überzeugt, dass das eigene Leben in seiner Gesamtheit von Gott kommt und für Gott ist. Ebenso sehen sie die Notwendigkeit, ihm mit ethischem Einsatz und mit Barmherzigkeit gegenüber den Ärmsten zu antworten.

Der Realitätsbezug fehlt. Angehörige des Islam üben zwar in vielen Ländern christlicher Tradition ihren „Kult“ aus. Damit hat es sich aber. Eine Integration findet nur selten statt. Vom islamistischen Kopftuch bis zur Forderung nach Scharia-Recht ist von Integration wenig zu merken.
Der Koran wurde von der Ehefrau des illiteraten Mohammed und einigen seiner Parteigänger geschrieben, verschiedene und sehr wechselweise abgeänderte Stellen aus jüdischen und christlichen Schriften einbezogen. Abraham (Ibrahim) wurde nur benutzt, um der Sache einen älteren Anschein zu geben. Angehörige des Islam verehren, und bestreiten das auch nicht, ein heidnisches Artefakt, den sogenannten Schwarzen Stein in Mekka. Wo da Parallelen zum Christentum sein sollen, weiß niemand.
Der islamische Allah hat nicht das geringste mit dem christlichen Gott zu schaffen. Dazu brauchte man nicht erst das jüngste Urteil in Malaysia, mit dem das bestätigt wurde. Der grausame und diktatorische Allah des Islam hat nichts gemein mit dem Gott der Juden und Christen, er vertritt, so der Koran, eine andere Lehre, eine Lehre der Unduldsamkeit. Eine Gleichstellung mit dem Christentum, ausgerechnet durch den katholischen Papst, verhöhnt die gesamte christliche Religion.
Einen Jesus Christus kennen die Angehörigen des Islam nicht, sondern nur einen Isa, den sie als Propheten verstehen und ihn in dieser Funktion ihrem Mohammed unterordnen. Ob Angehörige des Islam fähig sind, täglich dem Gebet Zeit zu widmen, ist kein Kriterium für die Gleichstellung. Dasselbe machen buddhistische Mönche und andere auch.
Papst Franziskus hat sich damit geoutet. Er vertritt eine Lehre, die außerhalb des Christentums steht, die das Christentum hineinzwängen will in ein Schema F, eben auch so etwas wie eine Religion. Oder, um mit Franziskus‘ Worten zu sprechen, um einen Kult. Christen lehnen diese Herabwürdigung ab.
Der Papst sei an seinen eigenen Worten zu messen: 253. Um den Dialog mit dem Islam zu führen, ist eine entsprechende Bildung der Gesprächspartner unerlässlich. Diese Bildung, um den Unterschied zwischen der christlichen Religion und dem „Kult“ des Islam zu erkennen, scheint dem Papst zu fehlen.

(Gastkommentar)

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